Krapp

Man nehme:

10 Liter Wasser
500g getrocknete Krappwurzel
200g Alaun

Ich hatte vier locker abgebundene Wollstränge, ein Tuch Seide und einen kleinen Rest Leinenstoff – einfach um mal zu schauen, wie das Ergebnis bei so unterschiedlichen Materialien wird. Zwei Wollstränge ließ ich ungebeizt, die anderen beiden schwammen mit den restlichen Textilien eine Stunde in der Beize.

Nach dem Umschütten des Topfinhalts zum Abkühlen in eine Wanne, wurde der Färbetopf für die Färbung hochgeheizt und die beiden ungebeizten Wollstränge von Anfang an hineingelegt. Bei Wolle muß man immer drauf achten, daß sie keine starken Temperaturwechsel mitmacht, sonst filzt sie sofort.

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Nachdem Wanne und Topf etwa die gleiche Temperatur hatten, wurden Leinen, Seide und die beiden gebeizten Wollstränge in den Färbetopf umgelagert und das Färbemittel hineingehängt. Ich hatte alles in einem Beutel aus feinem Gardinenstoff. So kriegt man alles nachher unkompliziert sauber.

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Das Ganze kochte wieder etwa eine Stunde, wobei ich die Seide nach 30 Minuten herausnahm und zum Schluß noch einmal 10-15 Minuten in den Topf gab, als er auf 80 Grad runtergekühlt hatte.

Das Färbegut wurde nach dem Abkühlen zum Trocknen im Freien an einen schattigen Platz gehangen und am nächsten Tag mit Essigwasser fixiert.

Wie man sieht, nimmt die vorgebeizte Wolle (rechts im Bild) eine sattere Farbe an, die ungebeizte wurde ein orangerot. Die Seide erhielt ebenfalls einen wunderschönen Orangeton. Das Leinen nahm erwartungsgemäß nur schwer Farbe an und wurde eher rosa.

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