Naalbinding

Naalbinding heißt grob übersetzt „Nadelbindung“und genau das stellt es auch dar. Es ist nicht vergleichbar mit Stricken oder Häkeln. Im Grunde werden mithilfe einer großen stumpfen Nadel aus Holz, Horn oder Knochen viele Schlaufen aneinander und ineinander gewebt, so dass ein regelmäßiges Muster entsteht.

Die Wikinger verwendeten diese Technik zur Herstellung von Mützen, Socken und Handschuhen und benutzten dafür die gesponnene Wolle ihrer Schafe.
Das Besondere an nadelgebundenen Textilien ist der Vorteil, dass, sollte ein Faden reißen oder ein Loch entstehen, sich ganze Gebilde nicht löst, sondern es zieht sich quasi von selbst wieder fest. Der Grund liegt in den offenen Schlingen, welche dann zum Knoten werden. Darüber hinaus wird das Gewebe immer dichter, je mehr es verfilzt.
Ein wenig umständlich ist die Tatsache, dass man mit einem endlichen Faden nadelt und ihn immer wieder anknüpfen muß. Das stellt bei Schafwolle aber kein Problem dar. Mit etwas Geschick werden die beiden Enden mit den Fingern auseinandergezogen, dann aneinanderlegt und miteinander verfilzt.
Reine Schafwolle gibt es manchmal bei e-Bay unter dem Namen „Islandwolle“ oder „Dochtgarn“. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Sorte „Eskimo“ von DropsDesign gemacht. Wer mag, kann sich auch weiße Wolle holen und selbst färben. Naalbinding ist eine ideale Beschäftigung auf Reisen, da es nur eines Wollknäuels und einer Nadel bedarf.Eine sehr gute Anleitung und verschieden Sticharten gibt es hier bei http://www.flinkhand.de und Bilder unserer Machwerke hier: IMG_9540 IMG_9583

 

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