Mehrlagiger Messergriff

Eine Anleitung von Thomas.

Am Anfang steht entweder eine Idee, die aus einer Fundlage entstammt, oder eine Klinge .


Fundlage

Rohe Klinge

Wenn man eine Klinge hat und diese scharf ist, dann sollte man diese umgehend mit Panzerband abkleben, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.
Der Wunsch nach einem Messer entwickelt sich dann in einem Gespräch und die Planung endet meist mit einer Skizze, wie man sich das Messer vorstellt .


Am Ende dieser Planung stehen im Grunde Materialien fest, die verwendet werden sollen, bspw. Eiche oder Zwetschge als Holz und als Kontraststück in der Mitte ein Stück Knochen vom Geweihstück. Dieses soll im Zieldurchmesser noch als solches erkennbar sein und muss daher die feine Maserung noch behalten. Als Grifflänge werden 110 mm angepeilt, sodass jedes Holz und das Knochenstück eine Länge von ca. 30 mm haben kann.
Die Klinge war vom Schmied bereits mit kleinem Radius am Übergang von Klinge in Heft gearbeitet und kann so bleiben. Hierauf muss geachtet werden, um spätere Risse zu vermeiden.
Um beim endgültigen Schleifen ausreichend Reserven zu haben, gebe ich immer Material am vollen Durchmesser zu. Das bedeutet, dass ich alles dicker wähle als das dickste Stück des Griffes. Hier das Ende an der unteren Seite.
Das Zielmaß für die Höhe des Griffes ergibt sich aus der Klingenbreite, die gemessen werden kann.

Die Dicke des Griffes entsteht aus dem Schleifen und dem Hand-Griff der späteren Besitzerin.
Passende Stücke aus Messing und Holz werden vorbereitet und die Trennschichten (hier in rot) werden in entsprechender Anzahl zugeschnitten.
Als Trennschicht benutze ich „Vulkanfiber“, das ist ein harter hornähnlicher Werksttoff aus in Epoxidharz getränkten Gewebestücken, von denen es verschiedene Farben und Dicken gibt. Außer dekorativ zu wirken hat dieser Werkstoff noch die Eigenschaften, dass er das Arbeiten von Holz und anderen Werkstoffen auffängt bzw. abdämpft.

Messing und Holz werden so gebohrt und gefeilt, bis sie saugend auf das Heft der Klinge passen, dies kann immer wieder probiert werden und so ausgetestet, ob die Teile auf die Klinge passen.

Ich markiere immer die Seite der Teile des Griffes, die zur stumpfen Seite des Messers kommen soll mit einem Strich, damit es einfacher wird, die Teile korrekt zu montieren, auch wenn mal eine Woche Zeit zwischendurch ist, in der man nichts macht.

Weil das letzte Holzteil über das Ende des Heftes übersteht, bohre ich hier nur ein Loch in entsprechender Tiefe und klebe das Ende auf. Hier habe auch auf einen Saugenden Schluss geachtet. Man kann zur Steigerung der Verbindung das Klingenheft noch mit Kerben versehen.
Wenn alle Teile fertiggestellt sind und sie in gewünschter Form auf das Heft der Klinge passen geht’s ans Kleben.


Ich verwende hierzu Epoxydharz, da ich hiermit gute Erfahrungen gemacht habe. Man kann natürlich auch für die A-Variante Birkenpech nehmen, da dies aber nicht sichtbar sein wird, nehme ich o.g. Harz.
Spätestens zum Kleben sollte man die Klinge abkleben, damit man diese nicht mit dem Kleber verschmutzt. Beim Auflegen der Messingscheibe verklebe ich diese mit der Klinge, damit dort kein Kleber austritt. Dann immer dünn Kleber aufbringen und nächste Schicht auflegen. Immer drauf achten, dass die Mitte auch mit verfüllt ist. Wenn alles montiert ist, dann spanne ich alles zwischen zwei Platten ein und lasse es dort mindestens 24 Stunden trocknen.


Wenn das abgewartet ist, dann wird geschliffen bis die Daumen glühen oder der Schleifstein oder der Tellerschleifer, je nach Griffform. Je nach Schleifart geht’s dann schneller aber Vorsicht: Das Harz mag keine hohen Temperaturen. Wer´s übertreibt, dem schmilzt sein Messer unter den Händen weg. Also – wie im echten Leben – mit Gefühl! Auch die Herren!
Wenn fertig geschliffen ist, muss nur noch das Messing poliert werden und das Holz mit Bienenwachs oder mit Öl etwas bearbeitet, damit das Finish gefällt.
Besondere Griffformen oder –enden sind immer etwas komplizierter zu fertigen. Gehen aber irgendwann auch.
Zum Schluss bohre ich dann noch die beiden 2 mm Löcher in das Ende und klebe dort eine Messingschlaufe mit 2 mm Drahtstärke ein. Diese mache ich mit unterschiedlichen Längen der Enden, damit es sich besser montieren lässt. Man kann dann erst das eine einfädeln und dann das zweite.
Das Ergebnis kann sich dann in der Regel sehen lassen.

Wachsgießen

Für unsere Beleuchtung nutzen wir gern wir Talglampen. Es wurden Talglampen aus Ton und aus Metall gefunden.
Sie werden mit einem glühenden Stück Kohle als Docht befeuert und brennen mit heller leuchtender Flamme.
Als Brennstoff benutzen wir Wachsreste, die wir von Bekannten und Verwandten sammeln lassen.

Die Wachsreste sind aber recht unansehnlich und mit Restdochten versehen, sodass wir sie lieber zu Wachsbarren schmelzen.

Bunte_Reste

Sicherheit

Heißes Wachs und Wasser sind zusammen sehr gefährlich.
Wachs auf der Herdplatte führt zu giftigen Dämpfen, die hochentzündlich sind. Berührung von heißem Wachs führt zu schlimmen Verbrennungen.
Alles schön mit Zeitung oder Folie abdecken, denn Wachs macht schwer zu reinigende Flecken. Das gilt auch für Kleidung.

Schritt 1

Zunächst baut man sich aus 2 Töpfen oder Topf und Blechdose oder ähnlichem ein Wasserbad. Wir haben einen schwarzen alten Emailletopf, der gut in einen Kochtopf passt. In dem inneren Topf kann man nun die Wachsreste einschmelzen. Sobald alles geschmolzen ist, gleich den inneren Topf herausheben, denn je kühler das Wachs bleibt, desto schneller wird es auch wieder hart und umso weniger kann man sich verbrennen.

Wachs_einschmelzen

Schritt 2

Aus dem geschmolzenen Wachs sollte man die gröbsten Verschmutzungen entfernen. Das geht mit einer Gabel oder einem Schöpflöffel.  Wenn man noch feiner säubern will, kann man es auch durch ein Leinentuch abgießen.

Schritt 3

Man bereitet sich eine Gussform vor. Wir verwenden Backbleche, da wir am Ende ja kleine Barren bzw. Klötze haben wollen. Die Bleche werden mit gelben Säcken ausgelegt. Wenn das Wachs nicht zu heiß hineingegossen wird, halten die Säcke problemlos.

Blech_mit_Sack

Nun das Wachs vorsichtig einfüllen und abkühlen lassen.

Frisch_gegossen

Schritt 4

Bevor das Wachs ganz ausgekühlt ist, schneidet man mit einem Messer die gewünschten Klötze vor.

Dann lässt man das Wachs auskühlen und kann es anschließend ablösen und stapeln. Erfolgt das Stapeln im noch warmen Zustand, so bildet sich Kondenswasser und schlimmstenfalls verkleben die Klötze wieder.

Geschnitten
geschnitten_Bunt

Fertig ist der Brennstoff, der bei Bedarf in die Talglampen nachgelegt werden kann.

Man kann auch kreativ werden und das Wachs in Formen für Kerzen gießen und bei flachen Kerzen die Dochte der Reste wiederverwenden.

Kerzen_gegossen

Relevante Gesetze

Unten aufgeführt die gültigen Gesetze, die uns Betreffen, von besonderem Intresse §1 sowie §42a.

Deutsche Gesetze

§ 1 Gegenstand und Zweck des Gesetzes, Begriffsbestimmungen
(1) Dieses Gesetz regelt den Umgang mit Waffen oder Munition unter Berücksichtigung der Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.
(2) Waffen sind
1. Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände und
2. tragbare Gegenstände,
a) die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;
b) die, ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die in diesem Gesetz genannt sind.
(3) Umgang mit einer Waffe oder Munition hat, wer diese erwirbt, besitzt, überlässt, führt, verbringt, mitnimmt, damit schießt, herstellt, bearbeitet, instand setzt oder damit Handel treibt.
(4) Die Begriffe der Waffen und Munition sowie die Einstufung von Gegenständen nach Absatz 2 Nr. 2 Buchstabe b als Waffen, die Begriffe der Arten des Umgangs und sonstige waffenrechtliche Begriffe sind in der Anlage 1 (Begriffsbestimmungen) zu diesem Gesetz näher geregelt.

§ 42 Verbot des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen
(1) Wer an öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 führen.
(2) Die zuständige Behörde kann allgemein oder für den Einzelfall Ausnahmen von Absatz 1 zulassen, wenn
1. der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 5) und persönliche Eignung (§ 6) besitzt,
2. der Antragsteller nachgewiesen hat, dass er auf Waffen bei der öffentlichen Veranstaltung nicht verzichten kann, und
3. eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung nicht zu besorgen ist.
(3) Unbeschadet des § 38 muss der nach Absatz 2 Berechtigte auch den Ausnahmebescheid mit sich führen und auf Verlangen zur Prüfung aushändigen.
(4) Die Absätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden
1.auf die Mitwirkenden an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtenden Vorführungen, wenn zu diesem Zweck ungeladene oder mit Kartuschenmunition geladene Schusswaffen oder Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 2 geführt werden,
2.auf das Schießen in Schießstätten (§ 27),
3.soweit eine Schießerlaubnis nach § 10 Abs. 5 vorliegt,
4.auf das gewerbliche Ausstellen der in Absatz 1 genannten Waffen auf Messen und Ausstellungen.
(5) Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung vorzusehen, dass das Führen von Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 auf bestimmten öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen allgemein oder im Einzelfall verboten oder beschränkt werden kann, soweit an dem jeweiligen Ort wiederholt
1. Straftaten unter Einsatz von Waffen oder
2. Raubdelikte, Körperverletzungsdelikte, Bedrohungen, Nötigungen, Sexualdelikte, Freiheitsberaubungen oder Straftaten gegen das Leben
begangen worden sind und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass auch künftig mit der Begehung solcher Straftaten zu rechnen ist. In der Rechtsverordnung nach Satz 1 soll bestimmt werden, dass die zuständige Behörde allgemein oder für den Einzelfall Ausnahmen insbesondere für Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse, Anwohner und Gewerbetreibende zulassen kann, soweit eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht zu besorgen ist. Im Falle des Satzes 2 gilt Absatz 3 entsprechend. Die Landesregierungen können ihre Befugnis nach Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 durch Rechtsverordnung auf die zuständige oberste Landesbehörde übertragen; diese kann die Befugnis durch Rechtsverordnung weiter übertragen.

§ 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen
(1) Es ist verboten
1. Anscheinswaffen,
2. Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.
(2) Absatz 1 gilt nicht
1. für die Verwendung bei Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen oder Theateraufführungen,
2. für den Transport in einem verschlossenen Behältnis,
3. für das Führen der Gegenstände nach Absatz 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt.
Weitergehende Regelungen bleiben unberührt.
(3) Ein berechtigtes Interesse nach Absatz 2 Nr. 3 liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.

Anlage 2 (zu § 2 Abs. 2 bis 4)
Waffenliste Verbotene Waffen
1.3.2
Stahlruten, Totschläger oder Schlagringe;
Allgemeine Themen
Zunächst sollte man sowieso immer seinen Ausweis dabei haben um Volljährigkeit zu bestätigen, naja bei den meisten wohl nicht nötig. Es ist dann eben eine Auslegungssache ob unsere Sportgeräte unter §1 fallen. Oder vielleicht doch unter Anlage 2 §2 Verbotene Waffen nämlich „Stahlruten“. Einhandäxte werden wohl eher als nicht scharfes Werkzeug eingestuft werden können. Bei den Schwertern usw. sieht es etwas anders aus.Gernerell sind diese ja schon „
die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;“ hierzu gilt allerdings zu bedenken, dass unsere Sportgeräte durch die 2mm Schlagkante und die Rundungen der eigentlich, zu immitierenden Waffe entfremdet sind. Ich bin mir nicht ganz sicher aber theoretisch wären auch unsere Sportgeräte nicht mehr dazu geignet sie zu schärfen, da sie durch die ausgeprägte Hohlkehle zu viel an Stabilität einbüßen würden(nur eine Theorie). Natürlich gibt es keine Zweifel daran, dass man mit unseren Saxen oder Schwertern durchaus verletzen und auch töten könnte, allerdings eben eher durch stumpfe Gewalt.

Falls man mit unserem Sportgerät in Situationen gerät, die eine Rechtfertigung erfordern, gilt es, Ruhe zu bewahren. Am besten nennt man seine Spielzeuge von vornherein „Sportgeräte fürs Fechten“ statt „Schwert“. Unter Zuhilfenahme des §42a Abs3 sollten keine Missverständnisse aufkommen.

Falls es Anmerkungen gibt, sind wir sind für Diskussionen offen

Internationale Gesetze

Bei der Teilnahme an Märkten in anderen Ländern oder beim Überqueren von Ländergrenzen mit unseren Sportgeräten sollten die entsprechenden Richtlinien dort beachtet werden.

Kampf-Regeln

Unsere Gruppe betreibt Viking Reenectment Combat Fighting, das heißt Freikampf mit Blankwaffen oder mittelalterliches Fechten. Sicherheit ist dabei die oberste Maxime und es gibt feste Regeln und Vorschriften. Wir orientieren uns dabei am Codex Belli und am Eastern Style und an den individuellen Vorschriften der Sportevents und der historischen Märkte, die wir besuchen.

Waffen und Ausrüstung

Unser Sportgerät sind stumpfe Blankwaffen: Schwert, Sax, Einhand-Axt, Zweihand-Axt (Dane), Einhand-Speer, Zweihand-Speer und Sense. Unter Umständen wird auch mit Bögen und passenden Pompfen-Pfeilen gekämpft. Die Waffen müssen gepflegt und kampfbedingte Scharten herausgefeilt werden.

Alle Blankwaffen haben mindestens 2 mm Kantenstärke und dürfen nicht zu spitz sein: Spitze der Waffe minimale Rundung 2ct Stück.
2-Hand-Speer: Maximallänge 3,00 m oder 2,50 m
1-Hand-Speer: Maximallänge 2,00 m oder 1,80 m.
Schildrand: Es dürfen keine Nägel und Rohhautüberlappungen hervorstehen.
Schildbuckelmetalldicke: min. 2 mm Stärke.
Helm: Materialstärke min. 1,2 mm.

Allgemeine Kampfregeln

Kämpfe NIE ohne Handschuh!
Kämpfe NIE im Dunkeln oder bei schlechter Sicht! Kämpfe NIE unter Droogeneinfluss!
Bei unsicheren Bodenverhältnissen dürfen keine Schlachten stattfinden z.B. zu schlammig, zu rutschig.
Verboten sind Schilde und Rüstungen mit Dornen oder scharfen Kanten.
Es dürfen während eines Kampfes keine scharfen Waffen getragen oder benutzt werden!
Der Einsatz von gefährlichen Gegenständen ( Fußangeln,..) ist nicht erlaubt.
Körpereinsatz zum direkten Angriff (Tritte, Faustschläge,…) ist nicht erlaubt.
Empfangene Treffer werden fair akzeptiert. Das eigene Ausscheiden (Tod) wird deutlich angezeigt und entsprechende Verhaltensweisen angenommen. Wird in einem Schaukampf der Tod durch hinlegen dargestellt, schützt man sich unter einem Schild.
Im Kampf wird sich nicht gebückt, um zum Beispiel Waffen aufzuheben.
Kämpfe nur so weit, wie du deine Waffe beherrscht!
Wenn die Konzentration nachlässt oder die Kräfte, soll man aufhören.
Ein Kopftreffer ist ein „Headshot“ und wird so vom Getroffenen angesagt. Daraufhin scheidet der Angreifer ohne Diskussion aus und reflektiert über den Fehler.
Wer jemanden verletzt hat, muss sich um den Verletzten kümmern oder entsprechende Versorgung veranlassen.
Auf „Tote“ am Boden wird größte Rücksicht genommen. Sie werden seitlich umgangen und niemand wird von einem Angreifer rückwärts in sie hineingetrieben, dafür ist Kommunikation wichtig.
Wer sich mit seiner Axt an Körper oder Rüstung verhakt, muss loslassen! Waffenziehen ist unsportlich.
Zweihandwaffen töten nur zweihändig geführt.
Angriffe auf Fernkämpfer, die den Mindestrüstungschutz nicht tragen, sind nur Anzudeuten.
Nichtkämpfer werden nicht bekämpft.

Dies ist ein Gentleman-Sport, also versucht alle Treffer mitzubekommen und zu akzeptieren.
Besser einen guten Treffer bekommen als einen unsauberen oder unsicheren zu setzen.
Es braucht Jahre, um einen guten Ruf aufzubauen, und nur einen Kampf um ihn zu verlieren.
Trotz aller Vorsicht lassen sich blaue Flecken und Kratzer bei diesem Sport nicht vermeiden.
Am Wichtigsten ist es „Save“ zu sein, den „Gegner“ nicht zu gefährden, denn der ganze Sport basiert auf Vertrauen.
Bevor man das erste Mal auf einem Markt oder in einem Wettkampf kämpft, muss man in unserem Training als „safe“ eingestuft werden.

Die Trefferzonen

Die Trefferzonen variieren auf verschiedenen Märkten in verschiedenen Ländern. In unserem Training gilt:

2-Hand-Speere und Einhandspeere: Nur Stiche auf den Torso ohne Hals, Kopf, Arme und Beine. Geschlechtsteile gelten zur Trefferzone. Von Hinten möglichst nur das Gesäß treffen, um Treffer am Rückgrat zu vermeiden. Für jeden gültigen Treffer muss neu ausgeholt werden.

Danaxt, Schwert, Axt, Sax: Stiche, Schnitte und Hiebe auf den Torso und Oberschenkel ohne Kopf, Hals und Arme. Nur Metall zählt. Für jeden gültigen Treffer muss neu ausgeholt werden. Auch hier werden Treffer auf das Rückgrat vermieden.

Distanzwaffen (Bögen/Armbrust/Wurfspeere/Schleuder/Steine): Torso und Beine unterhalb der Brustwarzen bis zu den Füßen. Von hinten bitte auf Gesäß/Beine werfen/schießen. Nicht auf den Rücken schießen/werfen. Unter 5m Abstand darf Bogen/Armbrust/Wurfgeschoss nicht benutzt werden und der Schütze scheidet aus, sofern er keine Zweitwaffe hat.

Märkte und Publikum

Hier wird nach dem marktinternen Systemen gekämpft, über die wir uns vorab informieren und die wir auch einüben. Unter Umständen umfasst die Schlacht auch ein Showprogramm, an dem wir uns beteiligen. Das Setzen von spektakulären Showkills wird vorher im Training geübt. Bei öffentlichen Kämpfen gilt es besonders, jeden legitimen Treffer ohne Diskussion anzunehmen. Sollte es eine Verletzung geben, wird der Verletzte vom Publikum abgeschirmt und eine entsprechende Versorgung, ggf. durch Sanitäter vor Ort, sichergestellt. Der Kampf geht drumherum weiter.

Der Umgang mit dem Publikum ist selbstverständlich zuvorkommend, wir möchten ihm Wissen über das Leben im skandinavischen Frühmittelalter möglichst authentisch vermitteln. Auch für Besucher gilt, dass Waffen nicht unter Drogeneinfluss geführt werden dürfen. Kindern wird Ausrüstung nur mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten in die Hand gegeben.

Fibel aus Buntmetall

Diese Anleitung funktioniert für Buntmetall-Fibeln oder kleine Drahtfibeln. Je nach gewünschter Größe der Fibel sollte man sich auch das Material dafür aussuchen. Es gibt in gut sortierten Baumärkten Kupferdraht bis zu einem Querschnitt von 6mm und das genügt für Umhangfibeln. Messingdraht gibts meist nur beim Fachhändler.

Fibel_vorderseite1

1. Schritt

Oft wird Draht mit Isolationsschicht verkauft, diese kann man gleich entfernen.
Zunächst sucht man sich einen festen runden Gegenstand, um den man den Draht wickeln kann. Der Gegenstand sollte möglichst den Durchmesser haben, den später auch die Innenseite der Fibel haben soll.
Für eine Umhangfibel eignet sich ein runder Bauklotz oder für etwas kleinere Fibeln ein Besenstiel. Schmiede benutzen hierfür das Horn des Amboss.
Um diesen Gegenstand wickelt man nun das eine Drahtende und kann dies mit leichten Hammerschlägen unterstützen. Der Hammer für solche Arbeiten mit Kupfer oder Messing sollte eine polierte Oberfläche haben, denn jede Macke zeichnet sich später im weicheren Metall ab. Alternativ kann man für Buntmetall einen Hartholz- oder Aluminiumhammer verwenden.
Mit einem Seitenschneider oder einer Drahtschere schneidet man jetzt ungefähr einen Dreiviertelkreis bis vollen Kreis des Drahtes ab (je nachdem, welche Enden man an der Fibel machen will).

2. Schritt

Die Enden der Fibel können viele Formen bekommen. Eine einfache Möglichkeit ist, die Enden zu plätten und dann abzurunden. Wer mag kann auch, damit die Nadel nicht herunterfallen kann, die Enden noch hochbiegen.

Fibel_Enden

Kompliziertere Enden wären das Auflöten von Würfeln oder Tierköpfen sowie das Wickeln von Schnecken.

3. Schritt

Für die Nadel spitzt man das eine Drahtende an. Das geht mittels Feilen oder Treiben. Die Nadel sollte nicht zu spitz sein, denn sonst zersticht sie den Stoff später. Leicht abgerundet schiebt sich die Nadel zwischen die Fäden.

Fibel_Nadelspitze

Dann längt man den Draht ab, sodass er ordentlich über die Fibel hinaussteht. Das noch unbehandelte Ende wird platt gehämmert und anschließend um die Fibel gebogen.

Fibel_Nadelbefestigung

Zum Schluss

Nochmal ordentlich aufpolieren und nochmal richten und fertig ist die Fibel.

Fibel_rckseite
Fibel_vorderseite

Es gibt natürlich wahnsinnig viele verschiedene Möglichkeiten der Verzierung. Die Enden der Fibel können variiert werden, die Fibel kann man oval machen, den Draht kann man erst zu einem Drei- oder Vierkant hämmern und dann tordieren und so weiter. Ebenfalls ist ein dünnerer Draht für die Nadel denkbar.

Viel Spaß dabei.

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Knut! Kleiderhaken und Holzquirl

Weihnachten ist vorbei und der nadelnde Tannenbaum fliegt aus der guten Stube. Um daraus einen Quirl oder Kleiderhaken anzufertigen, braucht man:

  • einen grob vorbereiteten Tannenbaum, bei dem bereits die Äste gekappt wurden und nur noch die Hauptäste stehen
  • eine Säge 
  • ein Schnitzmesser
  • Schmirgelpapier und eventuell Leinöl
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Zuerst werden die Astquirle erst einmal separiert. Oberhalb wird etwas Stamm belassen.

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Dann heißt es schnitzen. Die Rinde wird mit einem scharfen Messer weggeschnitten. Tadaaa – drei Kleiderhaken im Rohzustand und ein Küchenquirl!

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Diese Sachen läßt man nun trocknen und schleift sie anschließend mit Schmirgelpapier glatt. In die Kleiderhaken bohrt man oben in den langen Teil noch ein Loch und zieht einen Lederriemen zur Befestigung hindurch. Wer mag, kann dem Holz mit Leinöl etwas mehr Wetterfestigkeit verleihen, beim Quirl ist das sehr sinnvoll.

Rohhaut-Laterne

Auch nach Sonnenuntergang noch Licht für diverse Tätigkeiten zu haben, ist eine praktische Sache. Eine Rohhaut-Laterne erfüllt diese Funktion auf Lager gut. Diese Laternenart wird auch Visby-Laterne genannt und lässt sich nicht durch frühmittelalterliche Funde nachweisen. Weit verbreitet waren stattdessen Talglichter. Trotzdem möchten wir euch hier eine Bastelanleitung zur Verfügung stellen.

Material:

  • ein Brett, vielleicht 1,5 cm stark, idealerweise aber gut getrocknete Baumscheiben, für Boden und Deckel
  • Holzleim
  • mehrere Stöcke
  • etwas Rohhaut (hier eignet sich auch einer dieser Kauknochen für Hunde – die sollte man aber erst in Wasser einweichen und gucken, ob auch genügend große Rohhautstücke abfallen)
  • ein Akkubohrer mit Lochaufsatz oder gute Schnitzfähigkeiten
  • ca. 30 cm Metalldraht für die Aufhängung

Anleitung:

  • Rohhaut in einem Eimer mit Wasser einweichen
  • in Boden und Deckel der Lampe gleichmäßige gegenüberliegende Vertiefungen für die seitlichen Stöcke bohren und sie einpassen
  • Öffnungen mit dem Lochaufsatz in den Deckel bohren (dabei den späteren Kerzendurchmesser als Orientierung nehmen)
  • mittig in den Boden einen Drahtstift/kleinen Nagel einschlagen und den Kopf abknipsen als Spieker für die Kerze
  • jetzt einmal die Laterne zusammensetzen und prüfen, ob alles passt, sonst nacharbeiten
  • die Enden der Stöcke mit Holzleim einstreichen und mit Oder- und Unterteil zusammen stecken, trocknen lassen
  • die Rohhaut als Schirm um den Laternenkörper legen und mit Zwirn locker vernähen
  • den Drahthenkel an zwei der Seitenstöcke befestigen und die Enden umbiegen
  • Kerze rein, anzünden und freuen!
       

Lederflasche

Lederflaschen sind im römischen Reich und im Spätmittelalter historisch und archäologisch belegt. Leider gibt es aus der Wikingerzeit im nordischen Raum keinen Fund.
Lederflaschen sind aber in vielen Situationen sehr vorteilhaft, und werden auf den meisten Märkten nicht abgelehnt.

Schritt 1

Erstmal sollte man sich gutes Leder besorgen. Am besten ist naturgegerbtes Rohleder, da dieses sich auch wirklich mit Wasser härten lässt.

Man zeichnet eine Schablone, abhängig von der Größe des Lederstückes oder von der Wunschgröße für die Flasche

Flasche_Schablone

Es gibt viele Formen der Lederflaschen. Wir machen hier eine ganz simple kugelförmige Flasche aus 2 Teilen. Es gibt Flaschen mit eingesetztem Boden, trapezförmige oder sogar fassförmige. Immer ist darauf zu achten, dass der Flaschenhals lang genug wird, um später einen Verschluss aufzunehmen. Rechts und Links des Halses habe ich noch Laschen für die Befestigung einer Lederschnur vorgesehen.    

Schritt 2

Die Form wird aus dem Leder zwei Mal ausgeschnitten, die zweite Seite spiegelverkehrt, damit nachher alles passt.

Flasche_Leder

Schritt 3

Die Lederteile müssen vernäht werden. Am besten eignet sich dazu Kunstsehne, gewachstes Leinengarn oder Flachsgarn. Genäht wird mit dem Sattlerstich, damit die Naht schön dicht wird. Ich habe Die Lederteile vorgelocht, das kann man mit einer Ahle oder einer Lochzange machen.

Flasche_vorgelocht
Flasche_Genht

Schritt 4

Das fertig genähte Lederteil wird in Wasser gelegt und sollte mindestens eine Stunde oder länger darin einweichen, damit es schön vollgesogen ist.

Schritt 5

Die nasse Lederform jetzt mit trockenem Sand stopfen. Der Sand sollte unbedingt trocken sein. Hilfreich sind ein Trichter und ein „Stopfer“. Man kann mit dem Sand gut die Form der zukünftigen Flasche bestimmen.

Die mit Sand gefüllte Flasche sollte dann möglichst bald in den Ofen.

Flasche_Sand2

Schritt 6

Der Ofen sollte mit 50 °C vorgeheizt sein. Die Flasche kann man gut auf einen Rost oder Blech mit Backpapier legen. Beachte: Umluft verbrennt das Leder, also nur Ober- und Unterhitze benutzen. Zwischenzeitlich kann man die Klappe ab und zu kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit schneller entweichen kann.

Flasche_Backofen

Wenn die Flasche wieder vollständig trocken ist, sollte das Leder schon deutlich härter sein und die Flasche kommt aus dem Ofen heraus.

Schritt 7

Der Sand wird möglichst vollständig aus der Flasche entfernt. Die Form der Flasche sollte ja nun erhalten bleiben (zumindest, wenn man nicht zu grob ist). Die Flasche wird nun mit heißem Bienenwachs innen ausgeschwenkt und auch von außen benetzt (Man kann auch die Außenseite zuerst mit Bienenwachs bedecken und die noch mit Sand gefüllte Flasche in den Backofen legen, sodass das Wachs glatt wird. Erst anschließend wird die Innenseite ausgeschwenkt).

Flasche_Glattbrennen

Schritt 8

Ein geschnitzter Holzkorken (leicht trapezförmig) kann nun als Verschluss angepasst werden und wenn gewünscht mit einem Lederband gegen das Verlieren gesichert werden. Als Tragegurt wird noch ein Lederband in die Laschen geknüpft und fertig ist die Flasche.

Flasche_fertig

Zunder

A: Aus Rohrkolben

Schritt 1: Materialgewinnung

Das Ernten des Rohrkolbens ist manchmal nicht einfach. Die Suche nach einem Vorkommen kann sich schon schwierig gestalten, weil der Schilfrohrkolben meist in Naturschutzgebieten oder am Dorfweiher steht, wo man nicht unbedingt ernten sollte. Mittlerweile gibt es den Rohrkolben aber auch in vielen Privatgärten oder eben auch auf Feld und Flur. Ob der Rohrkolben unter Naturschutz steht, ist vom Standort abhängig und sollte vorher in Erfahrung gebracht werden. Man sollte auf jeden Fall nicht alle Kolben ernten, sondern auch noch einige für die Bestandserhaltung belassen. Zum Abschneiden reicht eine Schere oder Messer. Abreißen ist meist nicht so gut, da kann es passieren, dass die Rohrkolben frühzeitig „platzen“ und der Samen verfliegt. Schilf wächst oft am Ufer oder im Wasser, deshalb ist Vorsicht geboten, dass man nicht hineinfällt. Die Rohrkolben können von Oktober bis Dezember geerntet werden. Der beste Zeitpunkt ist nach dem ersten ordentlichen Frost.

Schilfrohrkolben

Schritt 2: Vorbereiten und Waschen

Die Rohrkolbensamen müssen von dem Strunk gelöst werden. Das macht man am Besten in einer Tüte, in einem Karton oder unter Wasser, da die Rohrkolbensamen sonst herumfliegen. Achtung: Die Rohrkolben „explodieren“ förmlich beim Brechen. Die Samen sollte man dann alsbald mit Shampoo oder Waschmittel waschen. Das verhindert den Befall durch Ungeziefer und wäscht die Schutzschicht gegen Wasser von den Samen. Dazu einfach eine Schüssel mit Wasser und Waschmittel bereitstellen und die Samen darin kneten. Anschließend kann man die Samen in einen Jutebeutel geben und auswringen. Falls die Samen zwischengetrocknet werden sollen, geht man wie bei Schritt 4 vor. Gut auswringen reicht aber, wenn die Bearbeitung gleich weitergeht.

Rohrkolbenplatzer

Schritt 3: Nitrieren

Jetzt wird der Samen mit einer Salpeterlösung getränkt. Eine bis zu 20%ige Lösung ist sinnvoll (weniger tut es auch). Standard sind also bis zu 50g Kaliumnitrat (Salpeter) auf 200ml Wasser. Das Kaliumnitrat bekommt man in der Apotheke oder im Fachhandel. Der Umgang ist nicht ungefährlich, da es brandfördernd ist. Die Samen in der Lösung ordentlich durchwalken und bis zu 24 Stunden durchziehen lassen. Ich habe nur so viel Salpeterlösung angesetzt, wie eben nötig war, um die Samen damit einzuweichen, dann erspart man sich das Auswringen und man spart Kaliumnitrat.

Schritt 4: Trocknen

Die Samen werden mithilfe eines Leinenbeutels ausgewrungen. Den Rest der Kaliumnitratlösung kann man wiederverwenden oder verdunsten lassen, dann bilden sich wieder die Kristalle. Zum Trocknen kann man die Samen auf Zeitungspapier ausbreiten oder im Beutel etwas lockern und hängend trocknen lassen. Die Samen täglich wenden, durchmischen und weiter auseinanderzupfen. Die Trockenzeit kann bis zu 14 Tage dauern. Anschließend sind die Samen wieder wie Watte und der Zunder ist fertig.

B: Aus Zunderpilz

Schritt 1: Materialgewinnung

Zunderpilz gehört in den meisten Gebieten zu den geschützten Arten und darf nicht geerntet werden. Also sollte vorher in Erfahrung gebracht werden, ob das Sammeln erlaubt ist. Der Zunderpilz wächst auf toten Bäumen, meist auf Buche, Eiche oder Birke. Er lässt sich relativ leicht abbrechen. Vorheriges Abklopfen auf Hohlräume verhindert, dass man geschützte Käferarten stört, die den Pilz als Nahrungsquelle und Brutkasten benutzen. Nur massive Pilze sind für den Zunder geeignet.

Schritt 2: Gewinnung der Trama (Fruchtfleisch)

Der Pilz muss nun von seiner Außenrinde befreit werden. Das geht gut mit einem scharfen Messer. Dann muss der Holzansatz an der Rückseite entfernt werden. Es lässt sich nur schwer schneiden, aber Herausbrechen ist möglich. Die Reste kann man dann wieder mit einem scharfen Messer abschnitzen. Der Röhrenkörper an der Unterseite ist schneidbar, aber kann sich genauso sträuben, wie der Rest des Pilzes auch, deshalb ist auch hier Vorsicht geboten. Handschuhe sind empfehlenswert. Jetzt hat man das Fruchtfleisch des Pilzes vor sich, einen wildlederartigen unförmigen Knubbel. Diesen kann man in 8-10mm dicke Scheiben schneiden.

Schritt 3: Nitrieren

Die Trama wird mit einer Salpeterlösung getränkt. Eine bis zu 20%ige Lösung ist sinnvoll (weniger tut es auch). Standard sind also bis zu 50g Kaliumnitrat (Salpeter) auf 200ml Wasser. Das Kaliumnitrat bekommt man in der Apotheke oder im Fachhandel. Der Umgang ist nicht ungefährlich, da es brandfördernd ist. Die Trama in der Lösung einlegen und mindestens 24 Stunden durchziehen lassen.

Schritt 4: Klopfen und Trocknen

Die Tramastückchen aus der Lösung herausholen und mit einem Holzhammer vorsichtig austreiben. Die Scheiben werden zu dünnen Blättchen geklopft und dabei die Feuchtigkeit schon weitestgehend entfernt. Das kann am Anfang etwas spritzen. Die ca. 1mm dünnen Blättchen dann zum Trocknen auf eine Zeitung legen. Wenn sie trocken sind, ist der Zunder fertig.

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