Archiv des Autors: Mark

Zwiebel

Zwiebel – gelb/orange

Zwiebelschalen 24h vor dem Färben in Wasser einweichen. Am nächsten Tag locker abgebundene Wollstränge einlegen und zum Kochen bringen. Für eine Stunde leicht köcheln lassen, ab und zu umrühren. Stränge herausnehmen und ausdrücken. Zum Trocknen aufhängen und dabei etwas ausschütteln, damit die Zwiebelschalen abfallen.

Wer mag kann mit dem restlichen Sud einen zweiten Färbegang durchführen. Dabei die noch trockene Wolle vorher mit Wasser anfeuchten und zwar mit kaltem Wasser beginnen und dies langsam immer heißer werden lassen, damit die Wolle beim Tauchbad in der heißen Färbeflotte keinen Schock bekommt.

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Am nächsten Tag mit Essigwasser fixieren, wieder trocknen lassen und zu Knäulen wickeln.

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Ergab einen rostigen Orangeton. Mit Alaun vorgebeizt soll der Farbton heller und eher gelblich werden.

Herstellung Eisen(II)chlorid

Herstellung der Eisen(II)chloridlösung (für Erfahrene):

Sicherheitshinweise:

– Es wurde mit konzentrierter Salzsäure gearbeitet. Das Wissen über den sicheren Umgang mit starken Säuren und Laugen ist dringend notwendig!
unbedingt auf Augenschutz achten!
Es werden kleine Mengen Chlorwasserstoff frei. Reaktion im freien oder bei guter Lüftung durchführen!

Während des Färbens haben wir nebenbei Eisen(II)chlorid hergestellt, indem wir Eisenwolle in konzentrierter Salzsäure aufgelöst haben.
Dazu wurde in einem 500 mL Erlenmeyerkolben Stahlwolle mit ca. 150 mL konzentrierter Salzsäure übergossen.
Am Anfang reagiert das Gemisch recht heftig und es besteht die Gefahr, dass es überschäumt. Es sollte daher ein Neutralisationsmittel bereitgehalten werden. (Waschsoda oder Haushaltsnatron ist hier das Mittel der Wahl, da es im Notfall auch zur Dekontamination der Haut geeignet ist)

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Sicherheit beachten!

Es wurde regelmäßig Stahlwolle nachgegeben, sodass die Flüssigkeit möglichst viel Kontakt zum Eisen hat. (Achtung, das Gemisch kann sich erwärmen)
Zum Ende hin, als die Reaktion nur noch langsam lief, wurde das Gemisch kurz zum Sieden erhitzt, um die Reaktion wieder zu beschleunigen. Nach dem vollständigen Abkühlen wurde der pH-Wert der Eisenlösung mit einem Indikatorpapier gemessen. Bei vollständiger Umsetzung sollte die Lösung neutral geworden sein. Ansonsten muss sie nochmals erhitzt werden und nach Möglichkeit nochmals mit frischem Eisen versetzt werden.

Jetzt kann unreagierte Stahlwolle aus der Lösung entfernt werden. Sie sollte allerdings noch mit Wasser ausgespült werden, da in ihr sehr viel Eisen(II)chlorid auskristallisiert ist.

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Stahlwolle und auskristallisiertes Eisen(II)chlorid

Die grüne Lösung aus dem Erlenmeyerkolben kann direkt verdünnt werden und zur Nachentwicklung der gefärbten Wolle verwendet werden.

Alternativ kann man die Lösung natürlich auch eindampfen und das Salz für später aufheben. Die Lösung sollte allerdings nicht zu lange aufgehoben werden, da Eisen(II)chlorid in Lösung nicht stabil ist. Es wird durch Luftsauerstoff recht schnell zu unlöslichen Eisen(III)-Salzen oxidiert.

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Die fertige Lösung

Die Reaktion lässt sich übrigens genauso mit verdünnter Salzsäure durchführen, was allerdings länger dauert.

Birke

Färben mit Birke – gelb und grün

Für unseren Färbetag wurden zuerst am Abend vorher 200 g getrocknete Birkenblätter in Wasser eingeweicht.

Die verwendete Sockenwolle wurde mit Alaun vorgebeizt. Dazu wurde die Wolle locker abgebunden, mit Alaun (Kaliumaluminiumsulfat, 1 g pro 50 g Wolle) in einen Topf gegeben und mit soviel Wasser bedeckt, dass sich die Wolle gut schwenken ließ. Die Wolle wurde eine Stunde lang in der Beize gekocht und nach dem abkühlen ausgewaschen.

Für das eigentliche Färben wurde die gebeizte Wolle gemeinsam mit den eingeweichten Birkenblättern erneut eine Stunde lang gekocht und nach dem Abkühlen ausgewaschen und von Blätterresten befreit.

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Die „Färbesuppe“ im Topf

Einige der Stränge wurden anschließend noch mit einer selbst hergestellten Eisen(II)-Lösung nachbehandelt, wodurch sie eine grüne Färbung bekamen.
Die gelben und noch feuchten Wollstränge wurden kurz in die Eisen(II)-Lösung getaucht, geschwenkt und wieder herausgeholt, wenn sie den gewünschten Farbton hatten. Diese Reaktion verläuft sehr schnell, weshalb man bei helleren Grüntönen sehr aufpassen muss.
Wir haben ein Video davon gedreht, wie schnell die Farbänderung stattfindet.

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Das Ergebnis des Tages waren 5 gelbe und 7 grüne Wollstränge.

Besenheide/Erika

Färben mit Besenheide/Erika

Anleitung und Färbeablauf siehe Färberginster!

Hier wurde nach der ersten Stunde Kochzeit die Hälfte der Stränge entfernt und in den Färbesud rostige Metallgegenstände (Nägel, Metallkette) gegeben. Es wurde erneut eine Stunde gekocht und ab und zu umgerührt. Durch das Nachentwickeln mit Eisenoxid (Rost), ergaben sich Grüntöne. Wir erhielten bei unserem Versuch ein blasses und ein kräftigeres Mittelgelb sowie (trotz identischer Wolle und Behandlung) zwei verschiedene Grüns- ein zartes Lindgrün und ein etwas kräftigeres Khaki. Theoretisch hätte man mit diesem einen Farbansatz auch noch eine dritte und vierte Farbe färben können, indem man jeweils noch ungebeizte Stränge mitfärbt. Dabei würden sicherlich noch andere Gelb- und Grün-Nuancen entstehen.

Die verschiedenen Farbnuancen im Vergleich

Färberginster

Färben mit Färberginster

Zwei Tage vor dem Färben wurde der kleingeschnippelte Färberginster in Wasser eingeweicht und einmal kräftig aufgekocht. Idealerweise verwendet ihr dazu am besten einen Stoffbeutel, in dem sich die Pflanzenteile befinden (zusammengenähte Gardinenreste haben sich bewährt), sonst müßt ihr nachher den ganzen Kleinkram wider aus der Wolle zupfen. Das Beizen der Wolle erfolgte am Färbetagmit Alaun. Dazu Alaun (Weinstein-> Apotheke oder Internethandel) in Wasser auflösen, die Wollstränge abgebunden hineinlegen und aufkochen. Wenn alles kocht, den eigentlichen Farbsud wieder zum Kochen bringen, gegebenenfalls noch etwas Wasser aufgießen. Die Stränge sollen nachher bedeckt sein und Platz zum „Schwimmen“ haben. Die Wolle mindestens eine Stunde, eher 1,5 h beizen. Dann prüfen, ob beide Pötte (Alaunbad und Färbebad) etwa dieselbe Temperatur haben, Wollstränge aus dem Alaunbad herausnehmen, etwas abtropfen lassen und ins Färbebad legen. Das Alaunwasser kann für einen zweiten Beizdurchgang beim nächsten Färbetag genutzt werden. Oder ihr macht gleich noch ne Runde! Wollstränge gleichmäßig in den Sud drücken und nun erneut kochen lassen, mindestens wieder eine Stunde, gern auch länger. Färben ist keine genaue Wissenschaft, schaut einfach ab und an nach und rührt ein wenig um. In der Zwischenzeit kann man was anderes machen, neben dem Topf muss man jedenfalls keine Wache postieren. Seid ihr mit der Farbe zufrieden, lasst den Topf mitsamt der Wolle abkühlen bis man sich die Finger nicht mehr verbrennt, nehmt sie heraus, ausdrücken und aufhängen zum Trocknen. Am nächsten Tag in Essigwasser fixieren, trocknen und aufwickeln. Ergab ein strahlendes, klares Hellgelb.

Wolle im Topf
Das fertige Ergebnis

Über unser Training

Wir trainieren bei unserem Training den Kampf mit frühmittelalterlichen Stahlwaffen (Wikingerzeit).

Das besondere bei unserem Training im Vergleich zu vielen anderen deutschen Gruppen ist, dass wir die Schlaghärte sehr reduzieren und uns auf eine saubere, kontrollierte Technik konzentrieren.

Für das Training werden daher nur Handschuhe dringend benötigt (dickere Winterhandschuhe reichen am Anfang aus). Gelenkschoner für Knie und Ellenbogen z.B. aus dem Inlinersortiment und ein Genitalschutz sind zu empfehlen, aber kein Muss. Ein Unterarm- und Schienbeinschutz, sowie Brustschutz bei Frauen sind auch praktisch zu haben, wenn man sich entschieden hat, den Sport etwas länger zu betreiben. Es geht aber auch ohne.

Wir trainieren bewusst ohne Helm!

Ein mancher mag sagen, dass das doch recht gefährlich sei und man sich sehr schnell verletzen könne.

Und durchaus stimmt das auch, wenn man nicht darauf trainiert ist, seine Schläge präzise zu setzen. Es ist daher unser absolut oberstes Ziel, Neulingen die notwendige Präzision und Ruhe beizubringen. Dadurch, dass der Kopf ungeschützt ist, besteht sofort die unmittelbare Notwenigkeit, seine Schläge zu kontrollieren. Ein behelmter Gegner würde einige kleinere Headshots weitaus besser tolerieren und man würde etwas lascher mit der Regelung umgehen. Doch das verfehlt dann den gewünschten Trainingsinhalt.

Am Anfang trainiert ein Neuling aus diesem Grund auch stets nur mit einem erfahreneren Kämpfer, der seinen Kopf im Zweifelsfall verteidigen kann. Neulinge kämpfen bei ihren ersten Trainings in der Regel noch nicht gegeneinander. Oder anders gesagt, jeder Neuling wird am Anfang einem Erfahrenen zugeteilt und bekommt ein persönlich abgestimmtes Training, das genau auf Schwächen und Stärken eingeht.

Das ganze klingt jetzt recht streng und langwierig. Tatsächlich sorgt diese Handhabung aber für eine sehr steile Lernkurve am Anfang. Neulinge können im Normalfall spätestens beim dritten Training an Gruppenkämpfen teilnehmen.

Streng sind wir außerdem nur bei Sicherheitsangelegenheiten. Ansonsten herrscht beim Training eine ausgesprochen lockere Atmosphäre. Es wird viel gescherzt, viel gelacht und niemand wird zu irgendetwas gezwungen: Die intensität des Aufwärmtrainings bestimmt jeder selber, es gibt keine „Strafliegestütze“ für zu viel Quasseln/Zuspätkommen/… , niemand wird zu irgendwelchen Übungen gezwungen, auf die er gerade keine Lust hat und es gibt ausschließlich konstruktive Kritik. Das Training soll schließlich Spaß machen!

Trainingsgruppe Hannover

Seit Anfang 2017 trainieren wir auch in Hannover.

Jeden Mittwoch treffen wir uns um 20:00 Uhr in der Sporthalle des UJZ Glocksee.

Genaueres wird in unserer Facebookgruppe Haukstaldir Training Hannover besprochen.

Interessenten melden sich bitte vorher in der Facebookgruppe oder über unsere Mailadresse „kontakt(at)haukstaldir.de“. Wir sind noch nicht sehr viele und können daher nur wenige Neulinge gleichzeitig trainieren, freuen uns aber immer über Interessenten.